Sie befinden sich hier: Projekte / Zirkusprojekt / 

Zirkusprojekt

Viel Applaus für kleine Fakire

Schermbecker Maximilian-Kolbe-Schüler probten für einen Zirkusauftritt

Den Riesenapplaus am Ende der zweistündigen Zirkusvorstellung hatten sich die Jungen und Mädchen der Maximilian-Kolbe-Schule redlich verdient. Nur fünf Tage lang hatten sie unter Leitung der Zirkus-Familie Ortmann Zeit, um für ihren dreimaligen Auftritt am Wochenende im Zirkuszelt auf dem Schulhof fit zu sein.

So machte Schule den 270 Jungen und Mädchen in der Schienebergstege ganz besonders viel Spaß. Nach einer Vorstellung zahlreicher Zirkusnummern durch die Profis der Zirkusfamilie am Montagmorgen konnten sich die Kinder für eine der zehn Darbietungen entscheiden. Damit jedes Kind bei mindestens einer Aufführung seinen Lehrern, Geschwistern, Eltern und Großeltern das erworbene artistische Können zeigen konnte, fanden die drei Vorstellungen in jeweils anderer Besetzung statt.

Im 800 Kostüme umfassenden Bestand des Zirkus fand jedes Kind ein passendes Kleidungsstück, und den Gästen bot sich im proppenvollen Zirkuszelt ein farbenprächtiges Bild. In der Gruppe der Bodenakrobaten war der Zulauf besonders groß.  Radschlagen, Sprünge, Spagat, menschliche Brücken und Pyramiden verlangten den Kindern jede Menge Kondition und turnerisches Geschick ab. Für schallendes Gelächter sorgten im Rahmen einer scherzhaften Einlage die Bienenkönigin und eine Arbeitsbiene mit ihrem Sketch "Bienchen. Bienchen, gib mir Honig". Statt süßer Nahrung gab es einen dicken Wasserstrahl mitten ins Gesicht.

Sechs "alte Akrobaten" in gestreiften Badeanzügen riefen die Erinnerung wach an Zirkusauftritte vor 100 Jahren. Da wollten mancher Purzelbaum und manche akrobatische Nummer so einfach nicht gelingen. Herzhaftes Gelächter war die Quittung für manch misslungene Einlage. Eine zehnköpfige Zauberergruppe verblüffte mit verschwindenden und wiederauftauchenden Gegenständen ebenso wie mit der Veränderung von Buchseiten und dem Durchstechen einer Schachtel mit Dolchen, wobei dem eingeschlossenen Schüler kein Haar gekrümmt wurde.

Spaßmacher Charly war der rechte Partner für den Bruder Wilhelm Tells, der den Apfel durch eine Banane ersetzte, aber schon bald feststellen musste, dass er gar nicht mehr zum Schießen kam, weil die Banane aufgegessen war. Eine elfköpfige Gruppe von Clowns brachte einen Zirkusangestellten mit ihren unendlichen Musikaufführungen schier zur Weißglut. Viel Geschick bewies die Spiel- und Spaßgruppe beim Schwenken ihrer farbigen Bänder, beim Werfen von Bällen und Ringen und beim Jonglieren von Tellern auf biegsamen Stäben.

Die spannendsten Auftritte mit reichlich viel Nervenkitzel hatten die Grundschüler bis zum Schluss aufgehoben. Die "Ahs" und "Ohs" wollten im Publikum kein Ende nehmen, als Kinder Flammen mit der Zunge berührten, sich wie Fakire mit nacktem Oberkörper in Glasscherbenhaufen oder auf Nagelbretter legten oder eine Schlange um den Hals wanden.

Sechs "Seiltänzer aus dem wilden Westen" jonglierten in 1,50 Meter Höhe über ein etwa acht Meter langes Seil, durchquerten dabei einen Reifen, schwangen Tücher oder verbeugten sich vor den Besuchern. Mancher Zuschauer hielt für kurze Zeit den Atem an, als vier ganz besonders mutige Kinder sich am Reck in die Manegenkuppel hochziehen ließen, in luftiger Höhe gewagte Bewegungen vollzogen oder mit Robby Ortmann mehrmals durch die Manege schwangen.

Im Finale wurde es eng in der Manege, als etwa 90 Kindern ein kaum enden wollender Beifall entgegenbrandete.

H. Scheffler

(zum Vergrößern klicken!)
(zum Vergrößern klicken!)
(zum Vergrößern klicken!)