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Wer war Maximilian Kolbe?

Rajmund Kolbe wird am 7. Januar 1894 geboren. Rajmund wächst in einfachen Arbeiterverhältnissen in der Nähe von Lodz in Polen auf. Bei ihm wird eine naturwissenschaftliche und mathematische Begabung festgestellt, es fehlt jedoch an Geld für den Besuch einer weiterführenden Schule.

Durch eine Volksmission treten Rajmund und sein Bruder Franz den Franziskanern bei. Er zweifelt in den ersten Jahren an seiner Berufung als Franziskanermönch. Rajmund spielt mit dem Gedanken Soldat zu werden und damit in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Als auch beide Eltern Klöstern beitreten, beschließt er jedoch seine ganze Kraft dem Dasein als Franziskaner zu schenken.

Bei seinem Eintritt in die Ordensgemeinschaft erhält Rajmund den Namen Maximilian. Ein Jahr später studiert er Philosophie in Krakau und Rom. An Allerheiligen 1914 leistet er ein feierliches Gelübde und wählt den Zweitnamen Maria. Während des 1. Weltkrieges sucht Maximilian Maria in der Schweiz Zuflucht.

Er beendet seine Studien der Philosophie als 21jähriger mit dem Doktortitel und beginnt ein Studium der Theologie. Am 28. April 1918 beendet er sein Theologiestudium und wird zum Priester geweiht. 1922 kehrt er nach Krakau zurück um sich seinem Lebenswerk zu widmen. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges arbeitet er mit der von ihm gegründete "Miliz der Unbefleckten", am Aufbau eines Verlages und der Veröffentlichung von Monatszeitschriften.

Trotz zwischenzeitlicher Schwächung durch Lungentuberkulose unternimmt er Missionsreisen nach Japan und China. 1936 kehrt er nach Polen zurück.

Am 19. September 1939 wird das Kloster von deutschen Soldaten gestürmt und die Ordensbrüder in verschiedene Kriegsgefangenlager deportiert. Im Dezember 1939 kommt Pater Kolbe wieder frei und kehrt in das Kloster zurück. Nachdem er 1940 die Veröffentlichung seiner Zeitschrift "Ritter der Unbefleckten" wieder aufnimmt und zudem Flüchtlingen Unterkunft gewährt, wird das Kloster am 17. Februar 1941 zum zweiten Mal gestürmt.

Maximilian Kolbe wird in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Dort lässt er sich gegen einen Familienvater austauschen, der einer von zehn jüdischen Todeskandidaten ist und stirbt als letzter der zehn nach langen qualvollen Leiden im Hungerbunker am 14. August 1941 an einer Giftspritze.

Selbst in dieser Situation stellt er sein eigenes Leid zurück und leistet seinen Mitgefangenen vielmehr seelischen Beistand, wie schon zuvor auf der Krankenstation des KZs.

Pater Maximilian Maria Kolbe wurde am 17. Oktober 1971 selig und am 10.Oktober 1982 heilig gesprochen.


von: Anna-Katharina Flügge
Quelle: Maximilian-Kolbe-Haus, Danzig